Romanverfilmungen: Die größten Tops & Flops

Top: Abbitte (2007)

Wer kennt es nicht, das grüne Kleid, das Keira Knightley in "Abbitte" trägt? Doch in dem Film brillieren nicht nur die Kostüme. Regisseur Joe Wright, der für dieses Projekt zum zweiten Mal mit Knightley zusammenarbeitete, schaffte es, die dramatische Geschichte auf gefühlvolle und emotionale Art und Weise auf die Leinwand zu bringen und es dabei noch ästhetisch aussehen zu lassen. Eine Wohltat für das Auge, eine Qual für das Herz. Auf jeden Fall aber eine gelungene Adaption.

Flop: Margos Spuren (2015)

2014 flossen in Kinosälen ungehalten die Tränen, als die Verfilmung von John Greens Roman "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" über die Leinwand flimmerte. Um sofort an den Erfolg anzuknüpfen, nahm sich Hollywood einen weiteren Bestseller Greens vor, "Paper Towns" (deutsch: "Margos Spuren"). Die Verfilmung mit Cara Delevingne konnte jedoch nicht annähernd so begeistern wie der Vorgänger. Das lag womöglich daran, dass einige wichtige Details des Buches im Film nie vorkamen. Zudem ging mit dem abgeänderten Ende die wichtigste Botschaft verloren.

Top: Der große Gatsby (2013)

An F. Scott Fitzgeralds Literaturklassiker haben sich schon mehrere Filmeschaffende versucht. Besonders gute Arbeit leistete Regisseur Baz Luhrmann mit seiner Adaption. Vor allem die Casting-Abteilung traf den Nagel auf den Kopf: Carey Mulligan verkörperte den komplexen Charakter der Daisy Buchanan perfekt, und Joel Edgerton, der den Antagonisten Tom Buchanan spielte, entspricht genau der Beschreibung im Roman. Dass Leonardo DiCaprio für die Titelfigur Jay Gatsby die richtige Wahl war, steht ohnehin außer Frage.

Flop: Das Leuchten der Stille (2010)

Autor Nicholas Sparks ist eine wahre Goldgrube. Mit seinen Romanen landet er regelmäßig auf den Bestsellerlisten, außerdem versorgt er die Filmindustrie fleißig mit neuem Material. Besonders das Werk "Wie ein einziger Tag" hat einen festen Platz im Herzen vieler Filmfans. Nicht ganz so überzeugen konnte die Adaption von Sparks‘ Roman Das Leuchten der Stille. Zwar lieferte Hauptdarstellerin und Publikumsliebling Amanda Seyfried eine einwandfreie Leistung ab, doch der Film gerät schnell in Vergessenheit.

Top: Little Women (2019)

Ganze sechs Mal wurde Louisa May Alcotts Roman "Little Women" verfilmt. Bislang galt die 1994er-Version mit Winona Ryder als absoluter Favorit, inzwischen hat ihr aber Greta Gerwigs Adaption, die 2019 in die Kinos kam, den Rang abgelaufen. Die Starbesetzung um Saoirse Ronan, Timothée Chalamet und Emma Watson verzauberte das Publikum mit facettenreichen Performances, und Gerwig verlieh dem Film mit ihrer Erzählweise genau jene Tiefe und den entsprechenden feministischen Touch, die den Vorgängerversionen fehlten.

Flop: Love, Rosie (2014)

Dass "Love, Rosie" eine schwierige Mission sein würde, war vorauszusehen. Das Buch von Cecilia Ahern folgt den beiden Protagonisten Rosie und Alex ganze 45 Jahre lang. Es beginnt, als die beiden fünf Jahre alt sind, und die Leser erleben die Auf und Abs eines ganzen Lebens - von Zahnspangen über ungewollte Schwangerschaften bis hin zu schmerzhaften Todesfällen. Da es schlichtweg nicht möglich ist, all das in einen knapp zweistündigen Film zu packen, gingen viele wichtige Szenen verloren. Auch einige der Buchcharaktere schafften es nicht auf die Leinwand.

Zur Autorin

Ihre Faszination für andere Länder, Pop-Kultur und Menschen lässt Passion Author Melanie Falkensteiner immer wieder neue, spannende Entdeckungen machen. Ihre Tipps und Empfehlungen teilt die Studentin aus Klagenfurt auf www.weekend.at.

Autor: Melanie Falkensteiner, 14.06.2021