Für wen Hunde nicht geeignet sind

Alle haben sich doch einen süßen Vierbeiner, der Leben ins Haus bringt, gewünscht. Bis zum Zeitpunkt der Urlaubsplanung. Spätestens dann wird klar: Nicht jeder Mensch ist so selbstlos oder hat sich genügend Gedanken darüber gemacht, was es heißt, ein Haustier zu haben und sich ein Tierleben lang um es zu kümmern.

Wohin mit dem Hund?

Eine Katze zu versorgen kann vielleicht noch an die Nachbarin oder den netten alten Herrn von der anderen Straßenseite übergeben werden. Mit einem Hund sieht die Sache leider ganz anders aus. Die Vierbeiner brauchen mehr als nur einen vollen Napf und ein kuscheliges Plätzchen zum Schlafen. Ein Hund muss Gassi gehen, je nach Rasse sogar bis zu mehreren Stunden am Tag. Mit so einer Aufgabe kann man kaum jemanden aus seinem Bekannten- und Freundeskreis für längere Zeit belasten.

Fragen, die sich jeder stellen sollte, bevor er sich einen Hund nimmt

Die entscheidenden Fragen, die jeder für sich so ehrlich als möglich beantworten sollte, der einem Hund ein Zuhause geben möchte, sollten sein:

  • Kann und will ich mich die nächsten 10 bis 15 Jahre, manchmal sogar länger, um dieses Wesen kümmern?
  • Lässt mein Lebensstil einen Hund im Haushalt überhaupt zu? Wer 12 Stunden am Tag arbeitet, kann wohl kaum einen Hund in sein Leben integrieren.
  • Habe ich ausreichend Platz für eine tiergerechte Hundehaltung? Viele unterschätzen, dass ein Vierbeiner Platz braucht und sich in einer 35 Quadratmeter Single-Garconniere vermutlich kaum wohlfühlt, außer, es handelt sich um einen Zwergpinscher oder Chihuahua.
  • Kann ich die nächsten Jahre darauf verzichten, mit dem Flugzeug für längere Zeit zu verreisen?

Hunde im Urlaub betreuen

Wer sich in puncto Urlaubsplanung nicht einschränken will, sollte sich schon im Vorfeld um eine gute und verlässliche Betreuung kümmern. Am besten an jemanden wenden, den der Hund kennt und dem er vertraut. Für alle, die ihren Hund nicht zurücklassen wollen: In vielen Ländern gibt es schon eigene Hundehotels und Plätze, wo Hunde ausdrücklich erlaubt sind. Hier sollte man jedoch beachten, für die Anfahrt Pausen einzuplanen und den Urlaub so stressfrei wie möglich für den Vierbeiner zu gestalten.

Hunde bedeuten eine große Verantwortung | Credit: iStock.com/inside-studio

Alternativen zur Hundehaltung

Wer mit einer gesunden Portion Vernunft und Realismus an das Thema Hundehaltung herangeht, wird sich über viele Sachen Gedanken machen müssen. Und das ist auch gut so. Zu oft werden arme Vierbeiner an der Autobahnraststätte, beim Laternenpfosten oder einfach im Wald ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen, wenn sie nicht mehr so niedlich sind oder ihre Anwesenheit nicht mehr erwünscht ist. Wenn auch nur die geringsten Zweifel bestehen, sich um das Tier sorgen zu können, sollte man von einem eigenen Vierbeiner lieber absehen. Denn Alternativen gibt es durchaus! Viele Tierheime bieten die Möglichkeit, eine Patenschaft für einen Hund zu übernehmen. Nebenbei auch ein guter Test, um herauszufinden, ob Hundehaltung für einen in Frage kommt. Fällt letztlich die Entscheidung für ein eigenes Haustier, verändert sich das Leben von Grund auf, mag zeitweilig nervenaufreibender werden, dafür aber auch viel schöner!

Zur Autorin

Passion Author Alexandra Sammer aus Kärnten kann auf vielfältige Hobbys und Interessen verweisen. Eine ihrer Leidenschaften - Hunde. In ihren Beiträgen für www.weekend.at teilt sie ihre Erfahrungen und Tipps im Umgang mit den geliebten Vierbeinern.

Autor: Alexandra Sammer, 19.07.2021