Kreislaufprobleme: das hilft

Kreislaufprobleme sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern äußern sich zumeist als Folgeerscheinung eines zu niedrigen Blutdrucks. Ein zu niedriger Blutdruck besteht, wenn ein Wert von 105 zu 60 mmHG unterschritten wird. Vor allem im Sommer kann dies zu Problemen führen: die Blutgefäße des Körpers weiten sich bei extremer Hitze, der Blutdruck fällt, das Hirn erfährt eine Sauerstoffunterversorgung. Es stellen sich Symptome wie Schwitzen, Schweißausbrüche und Schwarzwerden vor Augen ein. Weitere Symptome sind Zittern, Übelkeit, Augenflimmern, Ohrensausen, Herzrasen und sogar kurze Ohnmachtsanfälle. Kreislaufprobleme können aber auch durch Infektionskrankheiten, Entzündungen im Körper, psychische Störungen, Störungen des Stoffwechsels oder des Blutflusses, Asthma bronchiale oder Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst werden.

Die Atmung

Einen signifikanten Einfluss auf den Kreislauf hat auch die Atmung. Dyspnoe ist der verwendete Fachbegriff, wenn über Atembeschwerden gesprochen wird. Dann haben Betroffene das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen. Sie atmen immer schneller ein und aus und hoffen, dadurch wieder ausreichend Sauerstoff zu bekommen. Erst durch die Überreaktion kommt es zu einer Unterversorgung. Dies kann zu einer Hyperventilation führen, wobei übermäßig geatmet wird, das bedeutet, schneller und tiefer als normalerweise. Die Folgen können Schwindel, Kribbeln in den Fingern oder eben ein Kreislaufkollaps sein. Meist liegt das daran, dass aufgrund des höheren Sauerstoffgehalts im Körper das Blut basisch wird. Der Körper reagiert auf die veränderten Gegebenheiten und zeigt Hyperventilationsbeschwerden. Auch hier kann übrigens ein niedriger Blutdruck entscheidend sein. Unter Umständen kann dadurch in einer Körperregion, wie oben erwähnt, zu wenig Sauerstoff ankommen. Um den Zustand auszugleichen, schlägt das Herz schneller. Dies kann auch als Atemnot wahrgenommen werden.

 

Einer Frau ist übel

Warum niedriger Blutdruck?

Außer Hitze kann es noch eine Reihe von weiteren Ursachen geben, warum Personen unter Hypotonie (niedriger Blutdruck) leiden. Bei niedrigem Blutdruck unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Hypotonie. Bei der primären Hypotonie lässt sich kein klarer Auslöser finden. Man geht davon aus, dass eine genetische Veranlagung die Ursache ist – betroffen sind vor allem junge und schlanke Frauen. Bei der sekundären Hypotonie ist meist eine andere Grunderkrankung die Ursache, manchmal ist auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten schuld. Bei älteren Menschen ist niedriger Blutdruck zumeist das Ergebnis mehrerer altersbedingter Veränderungen.

Was kann man tun?

Bei akuten Atembeschwerden kann es hilfreich sein, Ruhe zu bewahren, den Oberkörper in eine aufrechte Position zu bringen, das Fenster zu öffnen und in eine Tüte zu atmen. Dadurch kann bei Hyperventilation die Rückatmung angewandt werden. Durch das Aus- und Einatmen in die Tüte steigt der Kohlendioxid-Gehalt im Blut an. Dies kann zur Linderung der Atembeschwerden angewandt werden, bis sich die Atmung wieder normalisiert und der Kreislauf stabilisiert hat. Gegen niedrigen Blutdruck gibt es auch eine Reihe von Mitteln und Möglichkeiten. Zum Beispiel können blutdrucksteigernde Medikamente oder Kreislauftropfen angewandt werden, die den Kreislauf stärken. Bekanntlich sollte man bei Hitze auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten – warme Tees und Mineralwasser, da durch die erhöhte Schweißproduktion Salze und Minerale verloren gehen. Außerdem ist die Pflanze Guarana zu empfehlen: Sie ist reich an Fetten, Eiweißen, Stärke und vor allem Koffein – die Frucht enthält sechs Mal mehr Koffein als Kaffee und wirkt somit als echter Muntermacher im Körper!

Frau trinkt ein Glas Wasser
Autor: Pia Kulmesch, 12.07.2021