Countdown für Mörbisch-Premiere

Mit dem mitreißenden Welterfolg West Side Story ist einer der ganz großen Musical-Klassiker erstmals auf der Seebühne Mörbisch zu erleben. Die packende Handlung über zwei rivalisierende Gangs im New York der 1950er Jahre und eine große Romeo und Julia-Liebesgeschichte, die sich zwischen Tony und Maria entspinnt, hat seit ihrer Uraufführung 1957 ein Millionenpublikum in ihren Bann gezogen. Und das zurecht: Leonard Bernsteins fantastische Musik und die vielen großartigen Songs („Maria“, „Tonight“, „Somewhere“, „I feel pretty“ oder „Mambo“) werden auch das Mörbisch-Publikum elektrisieren und im Sturm erobern.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Das Burgenland ist – gesamtheitlich gesehen – die größte Sommerbühne Österreichs. Nachdem der Kulturbetrieb im vorigen Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie praktisch lahmgelegt war, ist heuer ein starkes Comeback dieser Sommerbühne möglich. Was uns besonders freut: ganz offensichtlich hat uns unser Publikum trotz einjähriger Pause die Treue gehalten. Tagesaktuell liegen wir derzeit bei einer Gesamtauslastung von ca. 83.000 Tickets bei einer Auflage von ca. 100.000 Karten.“

Gesungen wird auf Englisch, die Dialoge sind in deutscher Sprache und werden von einem jungen Ensemble glaubhaft und packend auf die Seebühne gebracht. Mit Werner Sobotka wurde ein äußerst erfahrener Musicalregisseur gewonnen. Das Bühnenbild wird von Walter Vogelweider entworfen, der zuletzt mit Das Land des Lächelns großen Erfolg in Mörbisch hatte. Das Leading Team komplettieren Karin Fritz, die bereits mit hinreißenden Kostümen Gräfin Mariza (2018) ausstattete, Guido Mancusi, der zum zweiten Mal die musikalische Leitung in Mörbisch übernimmt, sowie Jonathan Huor, in dessen Händen die Choreografie liegt.

Dass New York im Sommer am Neusiedler See liegen wird, dazu trägt die Ausstattung von Walter Vogelweider maßgeblich bei. Wie in Mörbisch üblich wird es ein klassisch-authentisches Bühnenbild geben, das wunderbar auf die große Bühne passt und für eine völlig neue Atmosphäre in Mörbisch sorgen wird. „Wir stellen New York auf die Seebühne! Bis hin zur Freiheitsstatue wird es alles geben, was man sich wünscht, wenn man an Manhattan denkt“, freut sich Walter Vogelweider. Die fast 14 Meter hohe und rd. 3,5 Tonnen schwere Freiheitsstatue wird über die beeindruckenden Kulissen wachen.

Eine kurze Schifffahrt zur Rückseite der Seebühne ermöglicht neue Ein- und Ausblicke auf das Bühnenbild der West Side Story. Aus dieser Perspektive können die Dimensionen dieses Festivals noch besser erfasst werden: die 3.500m² große Bühne, die tonnenschweren Aufbauten, deren Grundkonstruktion man seeseitig gut einblicken kann und die Tribüne mit ihren 6100 Sitzplätzen. 
 
„Besonders freut mich, dass wir wieder spielen, wieder leben dürfen. Die Besucher erwartet ohne Frage eines der populärsten Musikunterhaltungstücke der Gegenwart. Dass die Liebesgeschichte aus den 1950er Jahren zwischen Maria und Tony auch heute noch hochaktuell ist, ist fast traurig. Wir Menschen haben noch immer nicht gelernt einander zu respektieren. Eine berührende Liebesgeschichte wie jene von Tony und Maria passt perfekt zum Image der Seefestspiele Mörbisch. Es wird eine Bombe für Herz und Seele, ein Ohren- und Augenschmaus für das Publikum“, macht Generalintendant Alfons Haider Lust auf einen Festspielabend in Mörbisch.

Karten und Infos: http://www.seefestspiele.at

Autor: Manfred Vasik, 29.06.2021